Bevor Hans-Jürgen Diehl betont realistische Partien in seine Bilder einließ, hatte er mit Körperverschränkungen, Flächenmuster, Sachfragmenten ein Zuordnungsspiel getrieben, wobei immer eine Körperkonstellation, zum Knäuel verfremdet, als Leitmotiv wiederkehrt. Diehl bringt Gesellschaftskritik sehr indirekt zum Ausdruck. Im Gegensatz zu Peter Sorge z.B. Dafür teilt sich die Manipulierbarkeit des Menschen, sein Ausgeliefertsein an innere Triebe in einer Formsprache mit, die nicht abbildet, sondern dessen Körper oft auf grausige Weise an ein System von Schläuchen medizinischer Apparate, die ihn durchbohren und zerlegen, angeschlossen ist. Vor den Bildern stehend, als sich kühl und maschinell vollziehenden Analyse, welche die abgebildeten Personen als Opfer äußerer und innerer Zwangssituationen entlarvt.