Sigrid Oltmann bewunderte sowohl die Werke der spanischen und niederländischen Stilllebenmaler als auch der Surrealisten Max Ernst und de Chirico. Anklänge findet man auch in ihren Werken, deren thematischer Schwerpunkt das fragile Verhältnis zwischen Natur und Mensch ist. Obschon sie sich weiterhin in sehr moderner, aktueller Weise mit dem so oft totgesagten Metier des Stilllebens befasst, in ihre Arbeiten Elemente des Phantastischen Realismus einfließen lässt, Harmonie zerstört, Beschädigungen thematisiert, hat sie ungeahnte Erfolge: bis 2002 bestreitete sie eine Vielzahl von Einzelausstellungen, beteiligt sich an Gruppenausstellungen, über zwanzig Gemälde von ihr sind von öffentlichen Sammlungen angekauft worden.