Die Radierung gehört nicht zu den klassischen Drucktechniken Ostasiens und Shoichi Futami hat zunächst mit farbigen Holzschnitten begonnen. Der japanische Holzschnitt ist immer eine flächige Aussage gewesen. Diese starke Flächigkeit hat Futami auf die Radierung übertragen. Er druckt keine Linearradierungen im Sinne der europäischen Tradition, sondern verfährt auch hier völlig flächenhaft. Dabei geht er einen eigenen Weg, indem er feine Aquatinta-Flächenätzungen mit Mezzotinto-Techniken verbindet. Durch diese Mischung von Aquatinta- und Schabkunstverfahren schafft er sich die seinen künstlerischen Intentionen gemäßen Druckplatten. Vom Farbholzschnitt hat Futami den Übereinanderdruck gleicher Platten mit verschiedenen Einfärbungen übernommen. Dadurch entstehen feine Strukturen und samtige Druckflächen mit Aufhellungen und Verläufen.